GRUNDSTEINLEGUNG DER NEUEN HERNÁD-BRÜCKE ZWISCHEN DEM SLOWAKISCHEN KENYHEC UND ABAÚJVÁR

27. Mai 2015.

Im slowakischen Kenyhec wurde am Freitag im Rahmen einer Feier der Grundstein der von der KÉSZ Építő Zrt zu bauenden neuen Hernád-Brücke gelegt, die die Gemeinde mit dem auf der anderen Seite der Grenze liegenden Abaújvár verbindet.

Die Brücke, die als neuer ungarisch-slowakischer Grenzübergang dienen wird, wird nach den Plänen im Oktober dieses Jahres fertiggestellt. Die Hernád-Brücke bauen wir mit Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des größten gemeinsamen Entwicklungsprogramms in der Geschichte Ungarns und der Slowakei. Durch die Errichtung von 11 neuen Straßen, 7 Brücken und 2 Fährverbindungen verdoppelt sich bis 2020 die Anzahl der Übergangsmöglichkeiten zwischen den beiden Ländern.

Die 72 Meter lange Stahlbetonbrücke wird die im zweiten Weltkrieg vernichtete ursprüngliche Holzbrücke ersetzen und damit nach mehr als sieben Jahrzehnten wieder eine direkte Verbindung zwischen den beiden Gemeinden herstellen. Für die Abwicklung des Kraftfahrzeug-, Fahrrad- und Fußgängerverkehrs in zwei Richtungen werden an beiden Seiten auch neue Zufahrtsstraßen zur geplanten Brücke gebaut.

„Bisher mussten wir, wenn wir auf die andere Seite des Flusses gelangen wollten, über die nächste Brücke mehr als 22 Kilometer zurücklegen, obwohl die Entfernung zwischen den beiden Gemeinden nur viereinhalb Kilometer beträgt“, erwähnte Tamás Sivák, Bürgermeister von Abaújvár, bei der feierlichen Übergabe. Er fügte hinzu: „Die Einrichtung einer direkten Straßenverbindung fördert außer sonstigen positiven Nebenwirkungen auch die Entwicklung des Tourismus.“

József Konkoly, Bürgermeister des slowakischen Kenyhec, würdigte, dass die Infrastrukturentwicklung die zu einer Region gehörenden Gemeinden wieder verbindet. „Früher stand hier jahrzehntelang eine Brücke, dass es wieder eine geben wird, schafft gute Voraussetzungen für die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden und der Grenzregionen“, sagte Bürgermeister Konkoly, unter Hinweis auf die Nähe des Industrieparks Kenyhec und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

 Eine neue Brücke hat immer eine große Bedeutung im Leben einer Region, denn ein kürzerer, schnellerer und einfacherer Weg ist mit zahlreichen wirtschaftlichen Vorteilen verbunden. Im Falle der Hernád-Brücke geht es jedoch um viel mehr als das. „Wir verbinden nicht nur zwei Ufer, sondern zwei Länder und zwei Kulturen und verstärken damit die Zusammengehörigkeit innerhalb Europas“, betonte László Szalados, Generaldirektor der KÉSZ Építő Zrt. „In den letzten Jahren bauten wir den nationalen Flugplatz, den Hauptplatz der Nation und jetzt können wir den Grundstein einer Nationen verbindenden Brücke legen.“„ “„Das ist eine große Ehre und gleichzeitig auch eine große Verantwortung.“