OHNE INNOVATIONEN KEINE ENTWICKLUNG DER BAUINDUSTRIE

07. Mai 2015.

Die Talfahrt ist beendet, und obwohl der Aufschwung in der Bauindustrie begonnen hat, war die Basis ziemlich niedrig und es gibt noch viel zu entwickeln. Diese Entwicklung wird jedoch ohne Wissen und Innovation nicht ausreichen, so kann man die Antworten zusammenfassen, die der Kommunikationsdirektor der KÉSZ Holding, Marcell Pintyőke, in seinem Vortrag „In welcher Situation ist die Bauindustrie?“ auf der Immobilienkonferenz der Napi Gazdaság behandelt hatte.

Marcell Pintyőke sprach auch darüber, was man von der bewährten westeuropäischen Praxis lernen kann. „Bis 2008 war der Markt der Bauindustrie ausgeglichen, ausgenommen Deutschland, das auch aus diesem Gesichtspunkt wegen der Vereinigung zu leiden hatte“, erwähnte der Fachmann. „Wegen der Krise gab es überall eine Talfahrt, deren Ende jetzt jedoch gekommen ist“, meinte er.

Die großen Firmen auf den Märkten der Bauindustrie der Visegrád-Länder hatten sich in der letzten Zeit zusammen bewegt, hier bildeten die Slowakei und Polen eine Ausnahme - erstere konnte den EU-Beitritt gut ausnutzen, für letztere bedeutete die Fußball-Europameisterschaft eine große Möglichkeit. Insgesamt verursachte die Krise überall einen Einbruch, die diesen auslösenden Ursachen waren jedoch in jedem Land andere. Obwohl die Bauindustrie als wichtigster Zweig der Wirtschaft betrachtet wird, trägt der Sektor in unserem Land seit der Jahrtausendwende im Großen und Ganzen mit 4 Prozent zum BIP bei, es traten jedoch auch indirekte Auswirkungen auf, dank derer der Zweig ein größeres Gewicht hat. Über die Arbeitsmarktsituation des Sektors sagte Marcell Pintyőke: Im Jahr 2013 gab es 250.000 legal Beschäftigte, aber auch weiterhin bleibt die Beseitigung der Schwarzarbeit eine zu lösende Aufgabe. Insgesamt ist der Markt der Bauindustrie seit 2005 um 40 Prozent geschrumpft, gleichzeitig machte er bedeutende Veränderungen durch. Unter diesen ist für den gegenwärtigen Zeitraum am charakteristischsten, dass es in der Industrie weniger Investitionen gab, aber dank der EU-Ausschreibungen begannen in der letzten Zeit zahlreiche Verkehrs- und Infrastrukturentwicklungen oder wurden fertiggestellt. Die Gründe für den jetzt wahrnehmbaren Aufschwung sind also zum Teil aus EU-Mitteln verwirklichte Entwicklungen, teilweise staatliche Aufträge.

Die KÉSZ Holding trug 2013 mit 7,72 Milliarden Forint zum inländischen BIP bei, geht aus der jüngst von der Századvég Gazdaságkutató Zrt erarbeiteten sog. wirtschaftlichen Fußabdruck-Forschung hervor. Aus den neuesten verfügbaren Daten geht hervor, dass das Wachstum tatsächlich eingesetzt hat, jedoch von einer sehr niedrigen Basis aus, was bedeutet, dass der Sektor noch immer hinter der Wachstumsrate zurück bleibt, die er in den Jahren vor der Krise produzieren konnte. Die Aussichten sind günstig, dass das Wachstum jedoch verhältnismäßig langsam ist, kann teilweise darauf zurück geführt werden, dass der Sektor in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Innovationen sehr viel aufzuholen hat.

„Ohne Innovationen gibt es keinen Fortschritt in der Bauindustrie“, formulierte Marcell Pintyőke, „nachdem die Integration der Innovationen in die Praxis eine der größten Herausforderungen für die Marktteilnehmer darstellt.“ In „Wissen, Wissen, Wissen“, änderte der Fachmann das frühere Motto des Segments (Anpassen, Anpassen, Anpassen). Für das Wissen besteht immer Bedarf, es stellt den größten Wert eines Unternehmens dar. Die KÉSZ Holding hat ihre Tätigkeit darum in Wissenszentren geordnet, um so auf dem Markt so effektiv wie möglich agieren zu können.

„In den Jahren der Krise kämpften die meisten Unternehmen um das Überleben, jetzt ist es aber an der Zeit, sich auch mit Innovationen zu befassen, weil ohne diese keine Entwicklung erreicht werden kann,“ sagte Pintyőke , hinzufügend, dass die KÉSZ Holding zu diesem Zweck die vier Säulen des Synergie-Kompasses formuliert hat: Wissen, Innovation, Offenheit und Engagement. „Wir müssen in alle vier Richtungen starten, gleichzeitig vorwärts schreiten“, fasste der Kommunikationsdirektor zusammen.

Quelle: Napi Gazdaság